Wir fliegen irgendwo in den Süden, vielleicht nach Kanada oder so :-)

Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker an einem Samstag! Das ist schon hart, aber was sein muss, muss sein. 

Nach erfolgreicher Schlüsselübergabe bei unseren Nachbarn und mehrmaligen Check, dass wir Pässe und Tickets haben, kann es losgehen. 

Mit dem Auto düsen wir zur Arbeit und lassen dieses bewusst in der Tiefgarage zurück. Weiter geht es für 25 Euro mit dem Taxi zum Flughafen, an seiner Hochzeitsreise gönnt man sich ja sonst nix 🙂

Beim “Check In” der Taschen ein kurzes Nervenkitzeln, als die Dame feststellt, laut Transportnorm, ist der von uns in liebevoller Tetris Arbeit zusammen gepuzzelte Seesack zu lang und muss als Sperrgepäck aufgegeben werden. Urg wir rechnen mit 250 Euro Sonderkosten, aber davon ist erstmal nicht die Rede *aufatmen

Auch einen Hinweis auf eine Überbuchung wie online angegeben gibt es zum Glück nicht, in unserem Kopf hatten sich bereits die schlimmsten Szenarien abgespielt, als wir dies lasen. 

Durch die Personenkontrolle gelangen wir erstaunlich gut und als Jan seinen Gürtel anzieht und Portmonee einstecken will, ereilen ihn die Omen wieder. Ein Beamter taucht neben ihm auf und fordert, das er zur Sprengstoffkontrolle mitkommen soll. Na toll. 

Ich vermute erst, dass es sich um unsere abgegebenen Packsäcke handelt, aber zum Glück geht es nur um den Fotorucksack. Also mehr Aufregung um nix, kurze Kontrolle mit Wattestäbchen von Händen, Gürtel und Rucksack und schon kann es weitergehen. 

(Ich frage mich immer, ob gerade an Händen nicht so viele Umwelteinflüsse wie zum Beispiel Geld oder Türklinken Einfluss nehmen, dass man da legal Drogen feststellen könnte.)

Der erste Flug von Dresden nach Frankfurt klappt wie am Schnürchen, ohne Komplikationen starten wir und es gibt sogar Tomatensaft. Jan verschläft den Rest, denn so ein Urlaubsleben ist schon hart 🙂

Ich dagegen widme mich meiner ersten Reiselektüre, schließlich wollen wir die zahlreichen schweren Bücher ja nicht umsonst mitgeschleppt haben*pff

Der Flughafen in Frankfurt ist wirklich riesig und eine logistische Meisterleistung, wir können uns gar nicht satt sehen. Überall wimmelt es von Flugzeugen, Gepäckwagen und Transportbussen. Erste Zweifel kommen auf, ob es unsere Koffer bei diesem Wust zum Ziel schaffen. 

Der zweite Flug von Frankfurt nach Vancouver ist restlos ausgebucht. Eine riesige Gruppe Austauschschüler begleitet uns und somit können wir kostenfrei unseren “Hand” Koffer aufgeben. Auch nicht schlecht, das erspart die Suche nach einem Handgepäck Platz. 

Wir sitzen hinter den Turbinen, was weniger angenehm ist, aber statistisch eine höhere Überlebenschancen bietet 😉 Hüstel vielleicht haben wir auch einfach bei der Buchung nicht gewusst, wo sich die Turbinen befinden *Hi Hi

Wir lassen es uns gut gehen, Kleinkinder sind weit und breit nicht zu hören, sodass es ein angenehmer Flug wird. Schlafen, Filme schauen und Essen, was will man mehr? 

Und wenn wir schon beim Essen sind… ich weiß, ihr steht auf Bilder von unserem appetitlich angerichteten Astronautenleckerbissen.

Für mich gab es bei der Reise super abwechlungsreich einmal Nudeln in Tomatensoße und mega spektakulär zum Gegensatz- Nudeln in Bärlauchsoße. Jan entschied sich dagegen total langweilig für Hänchencurry und aß als zweites Gericht typisch deutsch- Bratwurst. 


Über den Flug können wir zum Glück nur wenig spektakuläres berichten. Es gab geringfügige Turbulenzen, die Schüler schliefen viel, waren deshalb ruhig und neben mir machte es sich eine schmale Ü60`iger Lady bequem, die wahrscheinlich den kompletten Weinvorrat der Lufthansa erschöpfte. Also ist die Aussicht das einzig Nennenswerte, denn wir überquerten Grönland und bekamen so einen fantastischen Blick über die schneebedeckten Gipfel.

Pünktlich landeten wir in Vancouver. Auch dieser Flughafen ist beachtlich groß und die Abfertigung des Visums eher belustigend. 

Wir kamen beängstigend gut durch alle Kontrollen und Tada, sogar die Koffer hatten es Zielsicher geschafft. 

Weiter ging es nun mit dem Sky Train (Bahn ohne Lokführer) ins Zentrum. Dank heißen Tipp, mussten wir uns nicht an den überfüllten Fahrkartenautomaten anstellen, sondern hielten einfach unsere Kreditkarten an die Fahrkartenzone und wurden so direkt gebucht. Echt praktisch. 

Die Fahrt dauerte 35 Minuten, doch mit Sitzplatz prima auszuhalten. In der Stadt wimmelte es nur so von Leuten, na klar, es ist Samstag und viel los. 

Bei einer Temperatur von 26 Grad und 18 Kilo schweren Rucksäcken kamen wir da leicht ins schwitzen. Doch wir fanden uns gut zurecht und waren pünktlicher als gedacht. Wir mussten sogar noch einen Moment auf unsere Gastgeberin “Maria” warten. Die erkannten wir nicht gleich, denn wie immer im Zeitalter des Internets, kann man extrem vorteilhafte Bilder von sich hochladen. 

Das Zimmer ist klein, aber fein und bietet alles, was wir brauchen. Zum Glück ist das nicht von den Bildern im Internet her gepimpt und sieht tatsächlich so gut aus, wie gehofft. Nach einer erfrischenden Dusche, machten wir uns auf, zur Stadterkundung. Letzten Endes war es nur ein Besuch des nächsten Supermarktes 🙂 

(Mein Cousin würde hier sicher auch fündig werden.)

Doch der bot zahlreiche Leckerein, sodass wir uns für einen gemütlichen Abend in der Unterkunft entschieden. Und die Aussicht, kann sich doch wahrlich auch bei Nacht sehen lassen!

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