Licht am Ende des Tunnels… ein Zug?

Bei dem Ausblick lassen wir uns heute ein gemütliches Frühstück nicht nehmen und starten erst recht spät.

Eigentlich wollten wir heut ein wenig Strecke machen, doch das schließt natürlich Sensationstourismus nicht aus.

Rambo-Fans aufgepasst, hier sprang er wohl in seinem ersten erfolgreichen Streifen von der Felswand hinunter. Denn tatsächlich wurde hier in diesem Gebiet der berühmt berüchtigte Rambo 1 mit Sylvester Stallone gedreht. Aber auch für Nicht-Fans ist die Gegend sehr beeindruckend.

Denn es gibt alte Eisenbahntunnel zu bestaunen und diese ehemals aufgegebenen Bahnanlagen kann man heutzutage sogar zu Fuss durchqueren. Insgesamt vier Tunnel kann man besichtigen und viele spannende Geschichten zur Entstehungsgeschichte erfahren.

In den frühen 1900er Jahren entschied die Canadian Pacific Railway (soetwas wie die Deutsche Bahn, nur halt für Canada) , dass eine Strecke erforderlich war, um die Region Kootenay mit der Küste von British Columbia per Eisenbahn zu verbinden. Die Konstruktion erfolgte fast ausschließlich von Hand mit Hilfe einiger Pferde und etwas Schwarzpulver.

Die Eisenbahnstrecke wurde unter der Bevölkerung “McCullochs Wunder” genannt, denn die größte Herausforderung dieser Route war die Schlucht östlich von Hope, wo der Fluss einen 300 Fuß tiefen Kanal aus massivem Granit geschnitten hatte. Ingenieure aus ganz Canada hatten einen kilometerlangen Tunnel vorgeschlagen, der die Schlucht umging, aber der Bauingenieur Mc.Culloch entschied sich, ihn direkt zu durchqueren.

McCulloch hing in einem Weidenkorb in der Schlucht und überblickte den Canyon nach einer geraden Linie für die Tunnel, die gleichzeitig gegraben werden konnten. Klippenleitern, Hängebrücken und Seile ermöglichten es den Arbeitern, das zu vollenden, was bis heute als spektakuläre Ingenieurleistung angesehen wird. Außerdem ging dieser Bereich als teuerster Eisenbahnmeilen Abschnitt der Welt, mit 300.000 US-Dollar im Jahr 1914 in die Geschichte ein.

Somit muss man sich immer wieder bei dem Rundgang bewusst machen, dass hier mal eine Eisenbahnstrecke direkt zu deinen Füßen durch diese malerische Felslandschaft verlief.

Neben den beeindruckenden Eisenbahntunneln durch einen Granitberg, erinnern auch die alten Holzkonstruktionen an das handwerkliche Meisterwerk.

Zum Kontrast der dunklen mystischen Tunnel stehen steile grüne Schluchten, massive Felsvorsprünge und das tosendes Wasser mit seinen unzähligen glitzernden Forellen. Eine herrliche Kulisse zum Wandern.

Trotz der schönen Umgebung verweilen wir hier nicht allzu lang und düsen weiter, in der Hoffnung heut noch einmal so einen tollen Angelplatz zum Nachmittag hin zu finden. Leider macht uns der zunehmende Wind einen Strich durch die Rechnung und unser anvisierter Campingplatz “Monk Provinzal Park”mit Angelmöglichkeit stellt sich als Parkmöglichkeit an einem schönen großen See da. Hier werden wir ohne Boot keinen Fisch zu Gesicht bekommen.

Somit fahren wir noch bis in die Dunkelheit weiter zum Lake Paul Schlafplatz. Auf dem Weg sehen wir nicht eine geeignete Angelmöglichkeit.

Müde und ein wenig frustriert kommt da ein ruhiger Camingplatz gut gelegen.

Jan zaubert uns zum Abendbrot leckeres Hähnchen mit Bohnen, was die Stimmung eindeutig rettet.

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