Nu gugge ma an

Wie nicht anders zu erwarten, haben wir es wieder mal nicht geschafft früh aufzustehen. Die Uhr zeigt nämlich schon 9:00 als wir uns aus dem Bett in den 10°C warmen Camper begeben. Schnell die Heizung einschalten um ein wenig Temperatur in der Küche zu haben.

Wie gewohnt frühstücken wir ganz entspannt. Was auch nicht schlecht ist, da bisher das Wetter meint Regen sei super zum Wandern. Also gemütlich essen, abwaschen und ab geht’s gegen 10:30 mit eindeutig besseren Wetter auf den Icefield Parkway.

Alles im Zeichen der Liebe

Angeblich immer noch die schönste Straße Kanadas. Mhmm mal sehen ob das stimmt.

Unser erstes Ziel ist der Bow Glacier Trail. Als wir da ankommen sind wir erstmal geschockt. Busse, Camper und Autos, sodass wir kaum einen Platz zum Parken ergattern. Wir wollen trotzdem unser Glück versuchen und machen uns mit Wanderschuhen an den Füßen auf den Weg.

Es stellt sich als super Entscheidung heraus. Anfänglich gibt es noch viele Touris mit ihren Kameras. Der Gletscher ist aber auch ein tolles Fotomotiv.

Aber schon ein wenig vom Parkplatz weg verläuft es sich. Nur die Wanderwilligen machen sich auf die Socken. Am See entlang Richtung Gletscher führt ein gut ausgebauter Weg.

Dieser ist schon echt eine Klasse für sich. Links der türkise eiskalte Bergsee mit den Bergen im Hintergrund. Rechts Wald Felsen und natürlich die nächsten Berge.

Unterwegs sehen wir dann auch mal ein wildes Tier. Das quickt ein wenig so als würde ein Bär auf eine Gummiente treten, echt gruselig.

Am Ende des Sees geht es weiter durch das Flussbett des Gletschers. Das Wasser ist natürlich eiskalt, aber so klar das man am liebsten eine Hand voll trinken möchte.

Mittlerweile ist unser Ziel auch schon zu hören. Das tosen des kleinen Wasserfall wird immer lauter.

Aber bevor wir den Wasserfall bestaunen können, müssen wir erstmal noch ein kurze Treppe rauf.

Für Matti ist sie eher lang und steil. Da sie ja etwas kürzere Beine hat.

Der Anblick zwischen den Felsen ist echt wunderschön. Wie das Wasser sich durch den massiven Stein gegraben hat und sich den Weg nach unten sucht.

Wenn man denkt hier ist schon das Ende des Pfades erreicht liegt man leider falsch.

Es geht noch fast 1km weiter durch die Felslandschaft wenn man bis zum eigentlichen Wasserfall des Gletscher möchte.

Aber da der Wind stärker wird und wir die 5°C Außentemperatur durch die Sachen merken, entscheiden wir uns nur ein paar Fotos zu machen und wieder zum Camper um zu kehren.

Kurz vor dem Camper können wir unseren Ohren nicht trauen. Sächsischer Dialekt von mehreren Menschen um uns herum. Auf dem Parkplatz sehen wir auch den Grund. Ein Reisebus von “Polster Pohl” steht nahe bei unserem Camper. Da fliegt man 12h weit, ist in irgend einem Nationalpark und wird von Sachsen eingeholt, echt gruselig. 😉

Beim Camper angekommen gibt es erstmal Mittag. Die Reste müssen ja schließlich auch verwertet werden. Nebenbei denken wir über den weiteren Tagesverlauf nach. Da wir noch nicht zum Waschen der Sachen gekommen sind, steht fest, wir fahren zum Crossing. Dort ist ein Motel wo man auch als Gast seine Sachen waschen kann.

Auf dem Weg dahin kommen wir noch an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei. Am Liebsten will man alle paar Meter anhalten und schauen.

Beim Crossing angekommen holen wir uns schnell den Schlüssel zur Laundry und der langweilige Teil des Tages beginnt. 2h Wäsche waschen juchu.

Um wenigstens den Tagesabschluss noch ein Urlaubsfeeling zugeben, essen wir heute mal nicht im Wohnwagen, sondern besuchen den Pub vor Ort. Laut Google nicht empfehlenswert und überteuert, doch davon wollen wir uns selber ein Bild machen und werden nicht enttäuscht, es gibt ein leckeres Buffet und schon alleine die Aussicht kann sich doch sehen lassen.

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